Erst Gelsenkirchen, jetzt eine kleine Bankfiliale nahe Bremen: Unbekannte haben 14 Schließfächer in einer Volksbank im niedersächsischen Stuhr aufgebrochen. Die Polizei steht vor einem Rätsel: Wer sind die Täter? Wie hoch ist die Beute? «Zu den Inhalten können wir nichts sagen», meint ein Sprecher der Polizei am Samstagmittag. «Weil wir auch nicht wissen, was die Bankkunden da platziert haben.»
«Arg ist es schon»
Von außen deutet am Tag danach nichts auf den Einbruch hin. Keine Polizei mehr, nicht mal ein Absperrband ist zu sehen. Nur einige Kunden, die Geld abheben möchten oder verzweifelt nach Informationen suchen. Ihm sei «beschissen» zumute, meint Klaus Hriesik, der mit seiner Frau vor der verlassenen Filiale in der Kälte ausharrt. «Arg ist es schon, weil die Ersparnisse da drin sind, für den späten Lebensabend.»
Seine Frau Irene Hriesik pflichtet ihm bei. «Es sind da auch Schmuckstücke drin», erzählt die Besitzerin eines Schließfachs. «Die bekomme ich ja nicht wieder. Das sind Teile von meiner Mutter oder von meiner Schwiegermutter und das ist natürlich mehr als ärgerlich.» Der Fall erinnere sie an Gelsenkirchen - nur dass sie es nie für möglich gehalten habe, einmal selbst betroffen zu sein.