Der VW-Dieselskandal zu den Akten gelegt? - Ganz im Gegenteil: Am Landgericht Braunschweig startet zum zweiten Mal ein riesiges Verfahren zur weiteren Aufklärung der Abgasmanipulationen bei Europas größtem Autobauer. Am Donnerstag begann der Prozess mit der Verlesung der Anklage. Das Verfahren gegen fünf Angeklagte könnte sich bis Ende 2026 ziehen - droht ihnen dann immer noch Haft?
Worum geht es in dem Prozess?
Es geht immer noch um die juristische Aufarbeitung eines der größten deutschen Wirtschaftsskandale. Mehr als zehn Jahre nach dem Auffliegen der VW-Dieselaffäre stehen fünf Angeklagte vor Gericht, um deren mögliche strafrechtliche Verantwortung zu überprüfen. Juristisch ausgedrückt, soll das Verfahren den mutmaßlichen Tatbeitrag der fünf Angeklagten zum Dieselskandal klären.
Im September 2015 war herausgekommen, dass VW statt des Einsatzes teurerer Abgastechnik die Messwerte mithilfe versteckter Software-Codes fälschte. Diese sorgten dafür, dass bei Tests voll gereinigt wurde, im Straßenbetrieb jedoch ein Vielfaches der Emissionen auftrat.