Eine Berliner Bibliothek möchte die Kündigung eines Bibliotheksverbunds nicht akzeptieren und hat Klage gegen das Land Niedersachsen eingereicht. Am Verwaltungsgericht Göttingen laufen dazu zwei Verfahren, wie ein Sprecher des Gerichts bestätigte. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet. Die Zentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds (GBV) - ein Zusammenschluss nord- und ostdeutscher Bibliotheken - kündigte der Bibliothek des Konservatismus zum Jahresende.
Sie ist nach eigenen Angaben eine Spezial- und Forschungsbibliothek mit derzeit rund 35.000 Titeln von konservativen Philosophen, Politikern, Literaten, Künstlern und Publizisten. Die Bibliothek des Konservatismus wird mit dem neurechten Milieu in Verbindung gebracht. Auf dpa-Anfrage äußerte sie sich zunächst nicht.