Ein bei Bauarbeiten beschädigtes Datenkabel hat die niedersächsische Justiz weitgehend lahmgelegt. Seit dem Morgen seien Gerichte, Justizvollzugsanstalten und weitere Einrichtungen nur noch eingeschränkt arbeitsfähig, sagte Michael Hennies, Abteilungsleiter im Justizministerium.
Auslöser waren nach Angaben des Ministeriums Baggerarbeiten im Raum Winsen (Landkreis Harburg). Dabei wurde eine Datenleitung beschädigt, die das Rechenzentrum in Hamburg mit dem Standort in Celle verbindet. Die Bauarbeiter hätten die Beschädigung zunächst bemerkt und versucht herauszufinden, wem das Kabel gehört habe.
Nachdem Anfragen bei den Stadtwerken Winsen und der Telekom erfolglos geblieben seien, sei die Baugrube wieder verschlossen worden. Dabei sei das Kabel erneut belastet worden und schließlich gerissen.