Wegen schwerer Zwangsprostitution ist ein junger Mann am Amtsgericht Göttingen zu einer Jugendstrafe von neun Monaten verurteilt worden. Die Jugendstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Das Gericht in Niedersachsen sah es als erwiesen an, dass der zur Tatzeit 19-Jährige seine damals 15 Jahre alte Freundin zur Prostitution gedrängt hatte.
Der Angeklagte habe jedoch gewusst, dass seine Freundin minderjährig war, teilte ein Gerichtssprecher am Donnerstag auf Anfrage mit. «Er hat ihre Prostitutionstätigkeit ausgenutzt und gefördert und dabei auch Drohungen als Druckmittel eingesetzt.»
Der Anklage zufolge spielte sich das Geschehen im Juli und August in Göttingen ab. Der heute 21-Jährige soll demnach dem Mädchen vorgespielt haben, in sie verliebt zu sein. Mit Liebesbekundungen, Beleidigungen und Drohungen soll er sie dann dazu gebracht, sich zu prostituieren. Sie habe demnach 2.000 Euro verdienen sollen. Ihr verdientes Geld habe sie komplett dem Angeklagten geben sollen, damit dieser angebliche Schulden begleichen kann.