Die Bundespolizei verstärkt mit einem Hubschrauber die Kontrollen an der Grenze zu den Niederlanden. Einsatzkräfte wurden am Wochenende zu verschiedenen Orten in der niedersächsischen Grenzregion geflogen, um dort schnell und unerwartet einreisende Fahrzeuge zu kontrollieren. «Das ist ein besonderes taktisches Mittel», erklärte ein Sprecher der Bundespolizei Bad Bentheim.
Grenzkontrollen binnen weniger Minuten
Die Art des Einsatzes nennt sich Hubschraubersprungfahndung. Das Besondere seien die Landeplätze, berichtete ein Einsatzpilot der Bundespolizei. Er muss die Maschine beispielsweise auf einer Wiese mit hohem Gras neben einer Bundesstraße landen. Beamte haben die Einsatzorte zwar vorher ausgekundschaftet, doch je nach Wetter sei das Landen eine Herausforderung.
Sobald der Hubschrauber am Boden ist, laufen mehr als ein Dutzend Grenzpolizisten los. «Binnen weniger Minuten werden die Kontrollstellen eingenommen», sagte ein Sprecher der Bundespolizei. «Und genauso schnell, wie wir gekommen sind, sind wir dann auch wieder weg und nehmen uns den nächsten Kontrollpunkt vor.» Manchmal bleiben die Einsatzkräfte 15 Minuten an einem Ort, manchmal auch 45 Minuten.