Nach den tödlichen Polizeischüssen auf einen jungen Mann sind Schätzungen der Polizei zufolge rund 500 Menschen zu einer Kundgebung in Oldenburg zusammengekommen. Alles sei ruhig geblieben, sagte ein Polizeisprecher. Die Organisatoren von der Initiative «Gerechtigkeit für Lorenz» sprachen von rund 1.000 Menschen. Bei einer ersten Kundgebung Ende April gedachten bis zu 10.000 Menschen in Oldenburg des Opfers.
In der Nacht zum Ostersonntag hatte ein Polizist den 21-jährigen Schwarzen in der Oldenburger Fußgängerzone erschossen. Die Schüsse trafen den jungen Deutschen von hinten, er starb wenig später im Krankenhaus. Der Schütze wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Dienst suspendiert. Gegen ihn läuft ein Verfahren wegen Totschlags. Die genauen Hintergründe des Falles waren noch unklar.