Ein Orthopäde ist unter anderem wegen des heimlichen Fotografierens von Patientinnen und sexuellen Missbrauchs zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Osnabrück verurteilte den 43-Jährigen außerdem zu einem lebenslangen Verbot, als Orthopäde weibliche Patienten zu behandeln. Er wurde auch der Herstellung kinder- und jugendpornografischen Materials schuldig gesprochen.
Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Arzt aus dem Landkreis Osnabrück seit 2018 heimlich mit einem Smartphone Patientinnen in seinem Behandlungszimmer gefilmt hat. Später sei er dazu übergegangen, seine Opfer - darunter auch ein Kind und mehrere Jugendliche - mit entblößtem Oberkörper und heruntergezogenen Slip von vorn heimlich zu fotografieren und sie dabei im Intimbereich zu berühren.