Nach dem Entkommen eines 26-Jährigen aus dem Maßregelvollzug im südniedersächsischen Moringen gibt es neue Details zur Flucht. Der Flüchtige nutzte den Ausweis eines Mitpatienten, um in einen weniger gesicherten Bereich der Anlage zu kommen. Das niedersächsische Sozialministerium bestätigte gleichlautende Berichte vom «Göttinger Tageblatt» und «NDR». Beim Übergang in den weniger gesicherten Bereich, in dem sich nur Menschen mit regelmäßigem Ausgang aufhalten, sei der Mann nicht ausreichend kontrolliert worden.
Der Flüchtige wurde bisher nicht gefasst. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nach Angaben der Behörden aber nicht.
Weiter hieß es, dass der 26-Jährige wegen eines Fluchtversuches im Mai in dem stärker gesicherten, geschlossenen Vollzug untergebracht war. Er war demnach nicht von einem genehmigten Ausgang zurückgekehrt, wurde aber später gefasst. Im Maßregelvollzug werden nach richterlicher Anordnung Straftäter mit Suchterkrankungen oder psychischen Krankheiten untergebracht.