Im bisher größten Schlag gegen die Hersteller synthetischer Drogen haben Ermittler in Deutschland sechs Labore ausgehoben und 45 Verdächtige festgenommen. Eine der Anlagen befand sich in Wolfenbüttel in Niedersachsen. In ganz Europa wurden 24 Labore entdeckt und 85 Menschen festgenommen.
Die deutschen Drogenlabore befanden sich nach Angaben von Polizei und Zoll neben Wolfenbüttel in Kerpen, Hagen und Neunkirchen-Seelscheid in Nordrhein-Westfalen, in Nauen in Brandenburg und in Quickborn/Kummerfeld in Schleswig-Holstein. Bundesweit wurden über 800 Kilogramm synthetische Drogen und etwa 160.000 Liter hochgiftige Chemikalienabfälle sichergestellt.
Bei zwei abschließenden Durchsuchungen an einem «Action Day» vergangenen Freitag wurden in Papenburg in Niedersachsen 15.000 Liter Chemikalienabfälle sichergestellt und eine professionelle Cannabisplantage mit etwa 1.350 Pflanzen im Kreis Borken entdeckt. In Papenburg kam es zu einer weiteren Festnahme. Die europaweiten Fahndungsmaßnahmen wurden von Europol koordiniert.