Zum dritten Mal kommt im Dieselskandal ein Prozess mit mehreren Angeklagten vor das Landgericht Braunschweig. Angeklagt sind fünf zum Teil ehemalige Mitarbeiter von Volkswagen und einem Zulieferer, wie das Gericht mitteilte. Ihnen wird unter anderem Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug vorgeworfen, sie könnten mehrjährige Haftstrafen erhalten. Erster Verhandlungstag soll der 14. April sein.
Wie in den vorherigen Prozessen geht es um die sogenannte Abschaltsoftware, mit der Millionen Fahrzeuge von Volkswagen-Marken auf Prüfständen andere, bessere Abgaswerte anzeigten als im realen Betrieb. Die Fahrzeuge wurden dadurch illegal; für die Käufer soll ein Milliardenschaden entstanden sein.
Zwischen November 2006 und September 2015 sollen die Angeklagten die Software mitentwickelt oder ihre Entwicklung anderweitig unterstützt haben. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie dem Unternehmen möglichst hohe Gewinne verschaffen wollten, um davon über Gehalts- und Bonuszahlungen zu profitieren.