Rund zehn Monate nach einem Verkehrsunfall auf Rügen mit einem schwer verletzten 13-jährigen Schüler ist der Autofahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung und Fahrerflucht zu einer Geldstrafe von 12.000 Euro verurteilt worden.
«Sie haben alles falsch gemacht, was man als Fahrzeugführer falsch machen kann», sagte der Vorsitzende Richter Harald Nolte am Amtsgericht Bergen in seiner Urteilsbegründung. Allerdings spreche nichts dafür, dass der Mann den Jungen gezielt oder bewusst habe anfahren wollen.
Der 47 Jahre alte Unternehmer und fünffacher Vater wurde deshalb nicht wie angeklagt wegen gefährlicher, sondern wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt.
Zudem bleibt sein seit November vorigen Jahres eingezogener Führerschein für eineinhalb Jahre weiter gesperrt. Der Angeklagte sei charakterlich nicht geeignet, ein Fahrzeug zu führen, so der Richter. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung gefordert.