Hunderte Drohmails mit vorgetäuschten Bombendrohungen lösten bundesweit nicht nur große Polizeieinsätze aus, sondern auch Angst und Schrecken bei der Bevölkerung. Nun haben Ermittler in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen die Wohnungen von vier Beschuldigten sowie eines Zeugen in Sachsen-Anhalt durchsucht, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden und die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mitteilten.
Die Bombendrohungen richteten sich unter anderem gegen Schulen, Bahnhöfe und Einkaufszentren. Die Mails lösten hunderte Polizeieinsätze in ganz Deutschland, aber auch in Österreich aus. Bei den Verdächtigen handelt es sich laut ZIT um einen 23-Jährigen aus Frankfurt, einen 20-Jährigen aus Dortmund sowie zwei 16-Jährige aus NRW und Niedersachsen. Der jugendliche Zeuge in Sachsen-Anhalt stehe nicht unter Verdacht. Die Vernehmungen sind nach Angaben der Ermittler noch nicht abgeschlossen.
In Nordrhein-Westfalen werde gegen einen polizeibekannten 20-Jährigen aus Dortmund sowie gegen einen 16-Jährigen aus Herne ermittelt, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums.