Erst der große Coup in Gelsenkirchen, nun eine kleine Bankfiliale nahe Bremen: Unbekannte drangen in der Mittagspause über einen Lichtschacht in den Keller einer Volksbank im niedersächsischen Stuhr ein und brachen 14 Schließfächer auf. «Zu den Inhalten können wir nichts sagen», meinte ein Sprecher der Polizei. «Weil wir auch nicht wissen, was die Bankkunden da platziert haben.»
Die Bank müsse die Geschädigten zunächst fragen, wie hoch die Einlagen waren. Grundsätzlich halte man sich aber bedeckt: «Auch bei Tankstellenüberfällen sagen wir nie etwas über die Höhe», sagte der Sprecher. Die betroffenen Kundinnen und Kunden, die die 14 Schließfächer gemietet hätten, seien bereits informiert worden. Rund 70 Prozent der weiteren Kundinnen und Kunden habe man bis Sonntagnachmittag erreicht. Der Einbruch passierte am Freitag.
«Die Bank hat mit uns Kontakt aufgenommen und eine Hotline eingerichtet», sagte der Polizeisprecher. Bis zum Samstagnachmittag seien die Betroffenen angerufen worden. Am Montag sollten alle anderen Schließfachbesitzer kontaktiert werden. In der Filiale gibt es mehr als 700 Schließfächer.