Nach dem gewaltsamen Tod eines 81-Jährigen in einem Wohnhaus im Landkreis Göttingen sucht die Polizei bundesweit nach seiner Untermieterin. Von der 22-Jährigen fehle jede Spur, sie sei auf der Flucht, sagte eine Polizeisprecherin. Das Motiv war zunächst unklar. Die Frau ist aber laut Polizei dringend verdächtig, den Mann getötet zu haben. Laut Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft Göttingen erließ das dortige Amtsgericht einen Untersuchungshaftbefehl wegen Mordes. Zuvor war wegen Totschlags ermittelt worden.
22-Jährige wurde zuletzt Freitagnachmittag gesehen
Nach Polizeiangaben wurde die dringend tatverdächtige 22-Jährige zuletzt am Freitagnachmittag zu Fuß am Ortsrand von Dramfeld gesehen. Demnach wird nicht ausgeschlossen, dass sie dort in einen unbekannten Wagen stieg, um den Landkreis Göttingen zu verlassen. Eine Öffentlichkeitsfahndung wurde eingeleitet, auch um den Druck auf die Verdächtige zu erhöhen, wie die Sprecherin sagte.
Nach der 22-jährigen deutschen Staatsbürgerin wird nach den Worten der Sprecherin bundesweit gefahndet. Sie ist rund 1,67 Meter groß, hat schulterlange wellige Haare und trägt vermutlich einen dunklen Parka, eine helle Hose und dunkle Boots. Die Polizei riet, dass Zeugen die Gesuchte nicht ansprechen oder sich ihr nähern, sondern sofort den Notruf wählen sollten.
Drohne und Spürhund im Einsatz
Nach Angaben der Polizeisprecherin war am Samstag auch eine Drohne mit Wärmebildkamera auf der Suche nach der jungen Frau im Einsatz. Die Suche verlief aber negativ.
Der rund 500 Einwohner zählende Ort Dramfeld liegt südlich von Göttingen nahe dem Autobahndreieck Drammetal von A7 und A38. An dem weißen Fachwerkhaus, in dem sich die Gewalttat ereignete, flatterte am Samstag ein blau-weißes Absperrband der Polizei vor der Einfahrt. Ein Polizist lief mit einem Spürhund eine Straße ab. Auch die Suche mit dem Hund brachte aber «keine sachdienlichen Hinweise». Für Sonntagnachmittag war eine Gedenkandacht für den 81-Jährigen in dem Ort geplant.
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