Früher war ihr Alltag ausgefüllt: Arbeit, Freunde, Sport. Heute müsse sie jeden Schritt planen, sagt Elisabeth Schneider. Schon ein Arzttermin oder ein längeres Gespräch könne sie für Tage zurückwerfen. «Mein Leben besteht im Moment vor allem daraus, meine Kräfte einzuteilen», sagt die 37-Jährige aus Hameln.
In der bislang gravierendsten Pandemie des 21. Jahrhunderts ließ sich die Niedersächsin gegen das Coronavirus impfen. Doch seit der Impfung im Sommer 2021 leidet sie an schweren Erschöpfungssymptomen – an der Multisystemerkrankung ME/CFS. Schneider ist überzeugt, dass es sich um einen Impfschaden handelt – anerkannt ist er bisher nicht. Seitdem kämpft die Frau um Anerkennung.