Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die geplanten Milliarden-Einsparungen für stabile Krankenkassenbeiträge gegen geballte Kritik der Ärzteschaft verteidigt. «Es ist eine gemeinsame Kraftanstrengung. Und ja, es ist eine Zumutung», sagte die CDU-Politikerin bei der Eröffnung des Deutschen Ärztetages in Hannover. «Sie ist aber notwendig, und die Situation lässt mir auch keine andere Wahl.» Ärztepräsident Klaus Reinhardt forderte noch einen Aufschub der Gesetzespläne für grundlegende Änderungen.
«Eine so ambitionierte Aufgabe kann man nicht einfach durchs Parlament durchdrücken», mahnte der Chef der Bundesärztekammer. Seine Bitte und sein Vorschlag an Warken sei daher: «Stellen Sie diese Reform, nicht, um sie zu verwässern, aber um sie gemeinsam vielleicht nochmal durchzudeklinieren, noch einmal auf "Hold".» Die Ministerin sollte alle Beteiligten der Versorgung an einen Tisch holen und klare Zielmarken formulieren. «Und lassen Sie uns dann gemeinsam Mittel und Wege finden, wie wir diese Ziele erreichen, ohne dass es zu gefährlichen Verwerfungen in der Patientenversorgung kommt.»