Angesichts des weiterhin vermissten sechsjährigen Arian herrscht in Bremervörde im Norden Niedersachsens am Maifeiertag bedrückte Stimmung - die Polizei ermittelt weiter in alle Richtungen. «Die Leute sind alle betrübt», berichtete ein Anwohner am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Der tragische Fall werde sicher noch lange Thema bleiben, so etwas lasse sich nicht leicht abhaken, sagte eine Frau aus dem betroffenen Ortsteil Elm. «Das Schlimmste ist, dass es keinen Abschluss gibt», sagte eine weitere Anwohnerin.
«Es ist immer ganz wichtig, dass man sich nicht zu sehr auf eine Richtung fokussiert und etwas anderes dabei aus den Augen verliert», hatte ein Polizeisprecher am Dienstag mit Blick auf die weitere Ermittlungsarbeit betont. Demnach wertet die «Ermittlungsgruppe Arian» Hinweise und Spuren aus und versucht Hypothesen aufzustellen, was am Tag des Verschwindens passiert sein könnte und wie wahrscheinlich das ist. «Da stecken wir im Moment aber noch ganz im Anfang», sagte der Sprecher zur Arbeit der Gruppe, die aus insgesamt fünf Ermittlern und Ermittlerinnen besteht. Bremervörde liegt im Landkreis Rotenburg (Wümme) zwischen Bremerhaven und Hamburg.