Gut ein Dutzend Männer hat vor der Staatskanzlei in Hannover gegen das Gendern demonstriert. Dazu aufgerufen hatten die Initiatoren einer Volksinitiative, die sich insbesondere gegen das Gendern an niedersächsischen Schulen und Hochschulen richtet. Sie forderten Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auf, sich ebenfalls dagegen zu positionieren.
Für gegenderte Sprache gibt es verschiedene Varianten – etwa mit Sternchen, Doppelpunkt oder großgeschriebenem I im Wortinneren. Befürworter sehen darin einen Weg, alle Menschen anzusprechen und sichtbar zu machen, unabhängig vom Geschlecht.
Die Initiatoren der Volksinitiative kritisieren dagegen, dass Gendern Sehbehinderte und Legastheniker diskriminiere und Zuwanderer im Spracherwerb ausgrenze. Zudem lehne eine Mehrheit der Bevölkerung das Gendern ab. Für ihn sei das Gendern «ein Verlust von Heimat», sagte Mitorganisator Alexander Börger bei der Demo.