Seit Jahren klagen Busunternehmen über Personalmangel. Einige niedersächsische Unternehmen sind bei der Suche nach neuen Fahrerinnen und Fahrer nun fündig geworden: in Südafrika. Sie sind Teil eines Pilotprojektes - in dem nicht nur Busunternehmen eine Chance sehen.
«Es ist ein lebensverändernder Karriereschritt für mich», sagt auch Justice Sipahlanga. Bis vor kurzem war er Busfahrer in Kapstadt. Jetzt lernt er das Busfahren noch einmal neu in einer Fahrschule bei Goslar. Die Chance, in Deutschland zu arbeiten sei für ihn die Möglichkeit, Neues zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig sei er froh zu zeigen, über welche Fertigkeiten Menschen in Südafrika verfügen.
Nach erfolgreichem Abschluss der deutschen Fahrausbildung soll er für Stadtbus Goslar fahren. Einen Arbeitsvertrag hat er bereits. Seine neue Chefin Anne Sagner freut's: «Es fällt uns immer schwerer, Fachpersonal zu finden, was gut qualifiziert ist; was auch willig ist und Lust hat.» Deshalb nehme ihr Unternehmen am Pilotprojekt teil. Zuvor sei vor allem auf Bewerbungen aus der eigenen Region gesetzt worden.