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ASV Weisenheim gewinnt Deutsche Murmelmeisterschaft in Hatten

Seit 1996 wird die Meisterschaft im «Lochklickern» an wechselnden Orten ausgetragen. / Foto: Lars Penning/dpa
Seit 1996 wird die Meisterschaft im «Lochklickern» an wechselnden Orten ausgetragen. / Foto: Lars Penning/dpa

Bei der Deutschen Murmelmeisterschaft in Hatten traten 32 Teams an. ASV Weisenheim sicherte Platz eins und zwei, Dritter wurde SV Jennelt-Uttum.

Sie reisten aus ganz Deutschland an und rangen um den Sieg: Bei der Deutschen Murmelmeisterschaft in Hatten (Landkreis Oldenburg) wurde gestern geworfen, gestoßen und geklickert, was das Zeug hält. 32 Mannschaften traten gegeneinander an und versuchten, die letzte Murmel auf dem Spielfeld einzulochen.

Als klarer Sieger konnte sich der ASV Weisenheim am Sand hervortun. Der Verein aus Rheinland-Pfalz konnte sich sowohl den ersten als auch den zweiten Platz auf dem Siegertreppchen sichern. Der dritte Platz ging an den SV Jennelt-Uttum aus Krummhörn (Landkreis Aurich). 

Kaiser Augustus hätte mitgespielt

Wer Murmeln für ein schnödes Kinderspiel hält, irrt laut den Veranstaltern gewaltig. Die Geschichte des runden Kugelspaßes reicht demnach bis ins alte Ägypten und ins Römische Reich zurück. Selbst Kaiser Augustus soll ein passionierter Murmelspieler gewesen sein. 

Seit 30 Jahren wird das Kuhlemurmeln in Deutschland offiziell als Wettkampfsport ausgetragen. Nur einmal fiel die Meisterschaft pandemiebedingt aus.

Wie funktioniert das Ganze überhaupt?

Auf drei mal sechs Meter großen Sandplätzen - optisch so etwas wie eine Mischung aus Miniatur-Tenniscourt und Zen-Garten - spielen vier Spieler pro Team gegeneinander. Jeder Spieler hat drei Murmeln aus Glas und Keramik, die abwechselnd aufs Loch geworfen werden. Ziel ist, alle Murmeln einzulochen. 

Aber Achtung: Entscheidend ist nicht, wer zuerst wirft, sondern wer die letzte Murmel versenkt. Dieser Spieler gewinnt den Punkt. Wer zuerst neun Punkte hat, gewinnt das Spiel. Da jeder gegen jeden antritt, können pro Match bis zu 16 Einzelspiele ausgetragen werden. Die Vorrunde läuft in acht Gruppen, danach geht es ins K.o.-System wie beim Fußball.

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