Suchtrisiken im Glücksspiel gefährden nach einer neuen Studie besonders Männer - aber der Anteil der betroffenen Frauen steigt. Der Anteil der Männer mit einer sogenannten «glücksspielassoziierten Störung» lag im vergangenen Jahr bei 3,2 Prozent, der der Frauen bei 1,4 Prozent, wie der am Mittwoch vorgelegte Glücksspiel-Survey 2023 ergab. 2021 wurde für Männer ein Wert von 3,5 Prozent ermittelt, während Frauen auf einen Anteil von 1,1 Prozent kamen. Die repräsentative Studie des Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) in Hamburg und der Universität Bremen wurde vom Deutschen Lotto- und Totoblock gefördert.
Insgesamt aber blieben Glücksspielverhalten sowie -sucht in Deutschland im Vergleich zur Erhebung von 2021 weitgehend konstant, wie die derzeit im Lotto- und Totoblock federführende Gesellschaft Lotto Niedersachsen mitteilte.
Demnach lag der Anteil der Menschen im Alter zwischen 18 und 70 Jahren mit einer Störung insgesamt bei 2,4 Prozent der Bevölkerung - nach 2,3 Prozent vor drei Jahren. Laut Studie betrug der Anteil derjenigen mit einer leichten Störung 1,0 (2021: 1,1) Prozent, der mit einer mittleren und einer schweren Störung jeweils 0,7 Prozent - hier waren es vor drei Jahren 0,7 Prozent und 0,5 Prozent. Allerdings: Bei immerhin 6,1 Prozent der Befragten sei ein riskantes Spielverhalten nicht auszuschließen.