Angefangen hat es mit einem schlichten Bismarckhering zwischen zwei Brötchenhälften. Inzwischen haben auch Matjes, Brathering, Rollmops, Lachs, Makrele, Backfischfilets und Fischfrikadellen ihren Weg ins Fischbrötchen gefunden. Nach Ansicht von Tourismusexperten gilt das Fischbrötchen mittlerweile an der Küste als kulinarische Spezialität, die am ersten Sonnabend im Mai mit einem eigenen Gedenktag geehrt wird - dem Weltfischbrötchentag.
Die Erfindung dieses Gedenktages wird der Marketingabteilung des Ostsee-Holstein-Tourismus-Vereins zugeschrieben, und die hat daraus gleich einen Welt-Ehrentag gemacht. Mit Veranstaltungen gefeiert wird er aber eigentlich nur in den Orten direkt an der Ostsee in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Events reichen von Besichtigungen von Fischereien und Räuchereien über Kutterfahrten bis hin zu Shanty-Chor-Konzerten. Außerdem gibt es an dem Tag in den teilnehmenden Orten Fischbrötchen in allen erdenklichen Variationen.
Selbst der Vegan-Trend hat das Fischbrötchen erreicht. Ein Lokal in Hohwacht an der Ostsee bietet ein pflanzliches Karotten-Lax-Brötchen mit Meerrettich-Senf-Creme und ein pflanzliches «BackVisch-Brötchen» mit hausgemachter Remoulade an.