Das sanierungsbedürftige Schloss Marienburg südlich von Hannover hat einen neuen Schlossherrn. Der Rechtsanwalt Mario Mathias Ohle sei zum Stiftungsvorstand berufen worden - ab sofort, teilte der Stiftungsrat der Stiftung Schloss Marienburg mit. Ohle habe umfangreiche Erfahrungen in der Leitung von Großprojekten und sei ein hoch angesehener Jurist «mit umfangreicher Erfahrung im Bereich öffentlicher Vergaben und Sanierungen in komplexen Prozessen», sagte der Stiftungsratsvorsitzende Ernst August Erbprinz von Hannover.
27,2 Millionen Euro für Sanierung dürften nicht reichen
Schon seit Jahren stehen 27,2 Millionen Euro von Bund und Land für die Sanierung des maroden und für die Öffentlichkeit weitgehend gesperrten Schlosses bereit, jedoch wird die Summe nach Einschätzung der Stiftung bei weitem nicht genügen. Die Stiftung ist Eigentümerin des Schlosses, ihr sind durch die Sperrung für Besucher Einnahmen weggebrochen.
Niedersachsens Kulturminister Falko Mohrs (SPD) hatte schon im vergangenen Jahr angekündigt, die Marienburg zumindest in Teilen wieder zugänglich machen zu wollen. Nach Angaben einer Sprecherin haben die Standfestigkeit und Wetterfestigkeit des Schlosses «oberste Priorität». Eine Liste mit Maßnahmen solle dem Stiftungsrat vorgelegt werden.
Drehort von Teenie-Serie «Maxton Hall»
Die Sanierung dauert früheren Angaben zufolge voraussichtlich bis zum Jahr 2030. Vor der Schließung besichtigten bis zu 120.000 Menschen jährlich das Schloss auf einer Anhöhe nahe Pattensen in der Region Hannover - und seit die Marienburg Drehort der international erfolgreichen Teenie-Serie «Maxton Hall» ist, steigt das touristische Interesse.
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