Die Nachstellung der Göhrdeschlacht von 1813 zieht jedes Jahr Tausende Interessierte an. Mehr als 200 Darsteller historischer Vereine werden am Samstag und Sonntag in der Gemeinde Nahrendorf östlich von Lüneburg erwartet. «Wir wollen den Menschen vor Augen halten, wie es damals war», sagt Markus Dauber, Organisator aus der Samtgemeinde Dahlenburg. «Auch damals stellte sich die Frage, wird Europa von Napoleon überrannt oder versuchen wir uns im Widerstand.»
Es habe im Großen und im Kleinen viele Arten von Widerstand gegen die französische Besatzung gegeben, auch zivilen Ungehorsam. «Es war wie die Diskussion, die wir heute auch haben, ob man etwas für die Demokratie tut», ergänzt der Kulturwissenschaftler.
Bei der Schlacht an der Göhrde hätten sich seinerzeit etwa 10.000 alliierte Soldaten und 2.000 Franzosen gegenübergestanden - mehr als 1.000 seien gefallen. Dazu seien 600 Pferde verendet, berichtet Dauber. Nach dem kurzen, aber heftigen Gefecht am 16. September seien die Franzosen geflohen.