Bundesweit demonstrieren Schüler gegen eine Wiedereinsetzung der Wehrpflicht. Seit einem Jahr gibt es einerseits Zustimmung zur Wehrpflicht, andererseits aber auch Äußerungen vor allem junger Menschen, daß eine Wehrpflicht nicht mit ihrer Familien- und Lebensplanung zusammenpasse. Ältere Mitbürger äußern teils Verständnis, teils Sorge, daß ihre Kinder und Enkelkinder in den Krieg ziehen sollten. Manche meinen, das sollten Berufssoldaten erledigen.
In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen (NRW) und bundesweit haben am 5. März 2026 Schülerinnen und Schüler gegen das neue Wehrdienst-Gesetz protestiert. Sie hatten zum "Schulstreik gegen Wehrpflicht" aufgerufen. Etliche Schülerinnen und Schüler sind auf die Straße statt in den Unterricht gegangen und haben gegen das neue Wehrdienst-Gesetz protestiert - auch in NRW. Aufgerufen zu den Demos hatte das Bündnis "Schulstreik gegen Wehrpflicht". Es fordert, daß Jugendliche selbst entscheiden sollen, wie sie ihr Leben gestalten. Krieg sei keine Zukunftsperspektive, sondern zerstöre Lebensgrundlagen. Die Demonstranten haben Schilder hochgehalten, auf denen zum Beispiel stand "Werben fürs Sterben", "Danke ich habe schon Pläne" oder "Die Jugend ist kein Kanonenfutter". Sie haben Angst, daß aus dem neuen Wehrdienstgesetz eine Wehrpflicht wird, sagte ein Schüler bei der Demo in Aachen. – Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/schulstreiks-wehrpflicht-100.html