Die Hochschulen in Niedersachsen sollen künftig häufiger in Eigenverantwortung entscheiden und mehr Autonomie erhalten. Das geht aus einer Novelle des niedersächsischen Hochschulgesetzes hervor. Mit der Novelle «wollen wir unsere Hochschulen zukunftssicher aufstellen», sagte Wissenschaftsminister Falko Mohrs. Es handele sich um die «größte Novelle seit einem Vierteljahrhundert», rund drei Viertel der Paragrafen seien angefasst worden, betonte der SPD-Politiker.
So sollen die Hochschulen künftig eigenständiger über die Einrichtung oder Änderung von Studiengängen entscheiden können - ohne «Rückkopplung» mit dem Ministerium, außer im Falle von Studiengängen mit besonderem Landesinteresse. Das betreffe etwa Lehramtsstudiengänge oder Medizin, sagte der Minister. Die Zuständigkeit für die Berufung von Professorinnen und Professoren gehe von der Landesregierung auf die Hochschulen über.