Das Land Bremen will Vorschulkinder mit sprachlichen Schwierigkeiten früher und besser unterstützen. Nach einem Gesetzentwurf des Bildungssenators Mark Rackles (SPD) müssen betroffene Jungen und Mädchen künftig an Sprachfördermaßnahmen in einer Kita teilnehmen. Die Pflicht soll grundsätzlich mindestens zwölf Monate vor der Einschulung beginnen, wie die Sprecherin des Ressorts für Kinder und Bildung mitteilte.
Kinder mit keinen oder sehr geringen Deutschkenntnissen sollen eineinhalb Jahre vor der Einschulung regelmäßig sprachlich gefördert werden. Jungen und Mädchen mit Bedarf müssen demnach mindestens 20 Wochenstunden in eine Kita gehen, um ihre Deutschkenntnisse dort zu verbessern.
«Viele Kinder brauchen früh verlässliche Unterstützung beim Spracherwerb», Rackles. «Wer Bildungsgerechtigkeit ernst meint, muss Kinder ausreichend lange fördern. Genau dafür schaffen wir jetzt die Voraussetzungen. Kein Kind soll verloren gehen.» Der Senator verwies auf Testergebnisse, nach denen im Jahr 2025 in der Stadt Bremen 49,2 Prozent (2.740 Kinder) und in Bremerhaven 58,5 Prozent (946 Kinder) der getesteten Vorschulkinder einen Sprachförderbedarf hatten. Bei Nicht-Kita-Kindern war der Anteil besonders groß.
Der Gesetzentwurf soll Ende 2026 in der Bremischen Bürgerschaft beschlossen werden. Die Pflicht zur Sprachförderung wird dem Plan zufolge ab dem Kita- und Schuljahr 2027/28 gelten.
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