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Wo der Nahverkehr in Niedersachsen still steht

Am Montag und Dienstag stehen die Stadtbahnen in Hannover still. (Archivbild) / Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Am Montag und Dienstag stehen die Stadtbahnen in Hannover still. (Archivbild) / Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Kein Bus, keine Bahn: Welche Orte am Montag und Dienstag vom Warnstreik betroffen sind – und wie Besucher trotz Einschränkungen zur Hannover Messe kommen.

Wer am Montag und Dienstag in Niedersachsen mit Bus oder Bahn fahren möchte, muss sich auf Einschränkungen einstellen. Vielerorts wird der öffentliche Nahverkehr wegen eines Warnstreiks weitgehend stillstehen. Dazu hat die Gewerkschaft Verdi im festgefahrenen Tarifkonflikt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) aufgerufen, nachdem auch die dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben ist. In welchen Städten Fahrgäste umplanen müssen.

Hannover 

Die Busse und Stadtbahnen der Üstra fahren von Montag (3.00 Uhr) bis Mittwoch (3.00 Uhr) nicht. Die Busse der Regiobus Hannover fahren am Montag regulär, fallen jedoch am Dienstag, einschließlich des Schülerverkehrs, aus. 

S-Bahnen und Regionalzüge sind nicht vom Streik betroffen. Im Umland kann das Rufbus-Angebot Sprinti weiterhin genutzt werden. 

Wie komme ich zur Hannover Messe?

Der Warnstreikt trifft den Auftakt der Hannover Messe, die als weltweit wichtigste Industrieschau gilt. Im vergangenen Jahr kamen rund 127.000 Besucher. Damit auch in diesem Jahr zahlreiche Gäste zum Messegelände kommen, fährt vom Hauptbahnhof zusätzlich eine S-Bahn direkt zum Messebahnhof Laatzen. Insgesamt fahren somit drei Verbindungen pro Stunde. 

Ergänzend sind Shuttlebusse im Einsatz, die zwischen Hauptbahnhof, dem Bahnhof Hannover Bismarckstraße und dem Messegelände fahren. Zudem sollen zusätzliche Busse Gäste von stark frequentierten Hotels zur Messe bringen. Auch das Taxiangebot soll ausgeweitet werden.

Braunschweig

Bei der Braunschweiger Verkehrs-GmbH (BSVG) fallen ebenfalls alle Busse und Bahnen aus. Im gesamten Braunschweiger Netz soll es keinen Linienverkehr von Betriebsbeginn bis Betriebsende geben. Ausgenommen ist der Schülerverkehr zu den Grundschulen. 

Göttingen

In Göttingen sagen die Göttinger Verkehrsbetriebe den Linienverkehr von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss ebenfalls komplett ab. Fahrgäste können jedoch auf die Regionalbusse ausweichen, die nicht vom Streik betroffen sind. 

Osnabrück

Wegen des Warnstreiks müssen sich Fahrgäste in Osnabrück auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Von Montag (04.00 Uhr) bis Mittwoch (04.00) Uhr fallen alle Fahrten der Metrobus-Linien M1 bis M5 aus. Der Streik soll auch weite Teile des Schülerverkehrs treffen.

Die Stadtbuslinien 10 bis 21 sollen jedoch an beiden Warnstreik-Tagen weitgehend regulär fahren, da diese Fahrten von privaten Auftragsunternehmen durchgeführt werden. 

Wolfsburg

Zu Ausfällen soll es auch an beiden Tagen beim Verkehrsunternehmen Wolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG) kommen. Betroffen ist unter anderem der Berufsverkehr zum VW-Werk sowie die PlusBus-Verbindungen.

Einige Buslinien fahren dennoch, weil sie von Subunternehmen betrieben werden. Diese Verbindungen richten sich nach Streikfahrplänen, die auf der Website der WVG zu finden sind. Fahrgäste müssten aber mit deutlich mehr Andrang rechnen – eine Mitnahme sei nicht immer garantiert, hieß es.

Delmenhorst

Stillstand auch in Delmenhorst: Die Busse von Delbus fahren am Montag und Dienstag nicht. Der Verkehrsverbund Niedersachsen rät Fahrgästen, sich über die Fahrplaner-App über mögliche Alternativen zu erkundigen.

Goslar

In Goslar kommen die Stadtbusverbindungen an beiden Streiktagen vollständig zum Erliegen. Davon ist auch der Schülerverkehr betroffen.

Hildesheim

Auch beim Stadtverkehr Hildesheim hat Verdi nach eigenen Angaben zum Warnstreik aufgerufen. Busse des RVHI sollen aber wie gewohnt fahren, sagte eine Sprecherin dem NDR. 

Lüchow-Dannenberg 

Nach Gewerkschaftsangaben sind Beschäftigte der Lüchow-Schmarsauer Eisenbahn ebenfalls zum zweitägigen Warnstreik aufgerufen worden. Die Schülerbeförderung soll auch ausfallen.

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