Logo DieNiedersachsen News
Nachrichten / Beruf

Tarifverhandlung für Seehäfen - Kommt es zu einer Einigung?

Tarifverhandlung für Seehäfen - Kommt es zu einer Einigung?
Die Arbeitgeber haben ein Angebot für die Hafenarbeiter unterbreitet. (Archivfoto) / Foto: Sina Schuldt/dpa
Von: DieNiedersachsen News
Wie viel Lohn bekommen Hafenarbeiter in Zukunft? Jetzt liegt ein Vorschlag auf dem Tisch.

Im Rahmen der Tarifverhandlungen für die Seehäfen haben die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt. Die Beschäftigten der Hafenbetriebe sollen ab August 5,1 Prozent mehr Gehalt bekommen, schlägt der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) nach der zweiten Verhandlungsrunde in Bremerhaven vor. 

Die jährliche Zulage für Angestellte der Containerbetriebe soll ab nächstes Jahr um 460 Euro erhöht werden, heißt es weiter. Außerdem sollen alle 300 Euro mehr Urlaubsgeld bekommen. Der Vertrag soll 19 Monate gelten. 

Mehr aus dieser Kategorie

Wie die Gewerkschaft reagiert 

Die Gewerkschaft Verdi hat nun eine Woche Zeit, um über das Angebot nachzudenken. «Wir erkennen das als Zeichen an, dass auch die Arbeitgeber an einer seriösen Tarifrunde interessiert sind», sagte Sylvi Krisch, ver.di-Verhandlungsführerin. Entschieden sei aber noch nichts, die Gewerkschaft möchte erst mit den Hafenarbeitern sprechen. Wenn die Mehrheit der Beschäftigten das Angebot ablehne, sei ein Warnstreik denkbar. 

Die Gewerkschaft hatte ursprünglich 8,2 Prozent mehr Gehalt gefordert, mindestens aber 2,50 Euro mehr pro Stunde. Sie verweist auf die Steigerungen beim Containerumschlag, die den Hafenbetrieben zugutegekommen seien. Zugleich hätten weitere Kostensteigerungen die Kaufkraft der Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter geschmälert. 

Die Verhandlungen betreffen rund 11.000 Beschäftigte der Seehäfen in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieNiedersachsen News
Artikel von

DieNiedersachsen News

DieNiedersachsen News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media