Experten haben auch den zweiten Teil des 1919 vor Scharhörn gesunkenen deutschen U-Bootes U16 aus der Nordsee geborgen. Die Aktion mit einem Schwimmkran sei bereits am Mittwoch erfolgt, sagt Sprecher Dominik Schröder von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die «Cuxhavener Nachrichten» berichtet.
Ursprünglich sollte U16 nach der Bergung verschrottet werden. Doch nun laufen Gespräche zwischen der Generaldirektion und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BlmA). Diese sieht sich zuständig für den Fall. Die Tatsache, dass das Wrack des U-Bootes U16 in einer Bundeswasserstraße lag, habe keine Auswirkungen auf diese grundsätzliche Einschätzung, erklärt die Behörde am Nachmittag. «Im vorliegenden Fall der Bergung des U-Bootes U 16 durch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes wäre mithin zumindest eine frühzeitige Einbindung der BImA in ihrer Eigenschaft als Eigentümervertreterin angezeigt gewesen.»
Eine Bergungsgenehmigung gab nach Angaben der Behörde nicht. Ihr sei die Angelegenheit erst nach der Bergung der ersten Wrackteile bekanntgeworden. «Der Vorgang wird aktuell behördenintern abgestimmt. Dass bisher geborgene Wrackteil wird zunächst in geeigneter Weise zur Vermeidung von Verfall und dem Zugriff unbefugter Dritter gesichert.»