Ein Rohrstock, eine gefürchtete Eselsbank und ein Holzranzen stehen für eine von Strenge und Gehorsam geprägte Schulzeit. In der Sonderausstellung «Von Federkiel und Rechenschieber. Entwicklung des ländlichen Schulwesens» beleuchtet das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Rosengarten südlich von Hamburg von Samstag an bis zum 17. August 2026 die Entwicklung im Unterricht über zwei Jahrhunderte.
Die Sammlung der ehemaligen Lehrerin Christine Strüfing gab den Anstoß: Sie trug tausende Objekte zusammen, die einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren Schulgeschichte abdecken. Ihr Lebenswerk wird am Kiekeberg bewahrt und wissenschaftlich erschlossen.
Strüfing sammelte mehr als 60 Jahre alles um das Thema, das sie nie losließ. «Schule hat sich ständig gewandelt, ich möchte das hervorheben, was sie durchlaufen hat», erzählt die 81-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Die ehemalige Schulleiterin einer Volksschule aus Gettorf im Landkreis Rendsburg-Eckernförde sammelte Dokumente und Objekte ab etwa 1830 bis 1950, einen Schnitt machte sie bei ihrer eigenen Einschulung.