Der hellleuchtende Meteorit, der am Sonntagabend über Westdeutschland gesichtet wurde, hat in Niedersachsen für mehrere Anrufe bei der Polizei gesorgt. Die Polizeiinspektionen in Oldenburg, Osnabrück und Stade berichten, dass ihnen kurz vor 19.00 Uhr mehrere Sichtungen des Meteoriten gemeldet wurden.
Die Anrufer hätten dabei oft nicht gewusst, was sie da genau am Himmel sehen. Es sei von «feurigen Objekten, die vom Himmel fallen» geredet worden, teilte ein Sprecher der Polizei Oldenburg mit. In Osnabrück hätten Anrufer von einem Feuerball berichtet, der zwischen der Stadt und Georgsmarienhütte zu Boden gestürzt sei.
Sorgen über potenziellen Flugzeugabsturz
Viele der Anrufer seien sich nicht sicher gewesen, worum es sich bei dem leuchtenden Objekt handele und hatten einen Flugzeugabsturz befürchtet. Aufgrund dieser Schilderungen seien in Osnabrück auch Einsatzkräfte an die vermutete Absturzstelle geschickt worden. Nach Rücksprache mit der Flugsicherung des Flughafens Münster/Osnabrück konnte die Situation demnach aufgeklärt werden.
Auch in Stade habe es Anrufe bezüglich eines Absturzes von Flugzeugteilen oder anderen Himmelskörpern gegeben. Wie die Polizeiinspektion mitteilte, konnte bei einem Großeinsatz der Feuerwehren mit der Unterstützung eines Marinehubschraubers und einer Drohne allerdings nichts gefunden werden.
Naturspektakel über Westdeutschland
Nicht nur in Niedersachsen, sondern auch in weiteren Teilen Westdeutschlands konnte die Lichterscheinung beobachtet werden. In den sozialen Medien meldeten sich unter anderem Augenzeugen aus Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
Als Meteor wird die Lichterscheinung bezeichnet, die beim Verglühen des Meteoroiden entsteht. Bruchteile, die nach der Explosion den Erdboden erreichen, heißen Meteoriten. Meteoriten stammen nach Angaben von Experten meist aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und können mehrere Milliarden Jahre alt sein. Sie sind Überreste der Entstehung unseres Sonnensystems. Meteoriteneinschläge auf der Erde sind sehr selten.
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