Ein Jahr nach der Öffnung für das Publikum hat der alte Bunkerstollen auf der Insel Helgoland rund 21.500 Besucher angezogen. «Ein tolles Ergebnis», sagte der Leiter des Museums Helgoland, Jürgen Fitschen, der Deutschen Presse-Agentur. «Ich hätte nicht gedacht, dass wir gleich im ersten Jahr so viele Leute dort drin haben.» Das Geschichtsprojekt erzählt vom Schicksal der Insel und ihrer Bewohner. Der Eingang ist am Fahrstuhl mitten im Ort im sogenannten Unterland. Nach Angaben des Museums lagen die Kosten bei rund 3,5 Millionen Euro.
Die Ausstellung sei gerade für Tagestouristen, die es zeitlich nicht zu den Führungen im Zivilschutzbunker im Oberland schafften, eine Bereicherung, sagte Fitschen. Es sei keine Konkurrenz zwischen Stollen und Bunker entstanden. Die Besucher können selbstständig durch den Stollen gehen und Informationen mittels Hörstationen, Exponaten, Bildern oder Tafeln erhalten. Fassaden-Reste, altes Besteck oder auch das Modell eines U-Bootes verdeutlichen die bewegte Geschichte der Insel. Der Besuch dauert etwa 45 Minuten.