Mit einem Gravitationswellen-Observatorium im Weltraum wollen Forscher und Forscherinnen neue Erkenntnisse über das Universum erlangen. Nun haben die europäische Raumfahrtagentur Esa und das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB auf der Paris Airshow einen wichtigen Vertrag für die sogenannte Lisa-Mission unterzeichnet, wie eine OHB-Sprecherin mitteilte. Demnach bekam OHB den Zuschlag als Hauptauftragnehmer für den Bau des Observatoriums. Der Vertrag habe ein Volumen von 839 Millionen Euro, hieß es. Das Bremer Unternehmen will das Observatorium gemeinsam mit Partnern bauen.
Kernstück der Mission ist eine Konstellation aus drei Raumsonden, die in Form eines gleichseitigen Dreiecks mit 2,5 Millionen Kilometern Seitenlänge unserer Erde auf ihrer Bahn um die Sonne folgen soll. Jede Raumsonde soll freischwebende Testmassen aus einer Gold-Platin-Legierung mitführen. Im All verzerrten Gravitationswellen die Raumzeit und veränderten damit auch die Abstände zwischen den Testmassen minimal, hieß es.
Die Mission wird von der Esa geleitet. Sie ist eine Zusammenarbeit zwischen der Esa, ihren Mitgliedsstaaten, der US-Raumfahrtbehörde Nasa und einem internationalen Konsortium von Wissenschaftlern.