Auf der Autobahn 1 in Fahrtrichtung Hamburg bei Stuhr ist es kurz hintereinander zu zwei schweren Unfällen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, kam ein Autofahrer bei einem der Unfälle am Dienstagnachmittag ums Leben. Ein weiterer Unfall ereignete sich wenig später infolge des dadurch entstandenen Rückstaus. Die A1 musste in Richtung Hamburg über mehrere Stunden vollständig gesperrt werden, ein Teil ist es immer noch. Bei dem ersten der beiden Unfälle übersah ein 33 Jahre alter Sattelzugfahrer zwischen dem Dreieck Stuhr und der Anschlussstelle Brinkum aus bislang ungeklärter Ursache ein Stau-Ende und fuhr nahezu ungebremst auf ein Auto auf. Dieses wurde auf einen davor fahrenden Lastwagen mit Anhänger geschoben, dessen 49 Jahre alter Fahrer noch versuchte, auszuweichen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Anhänger abgerissen, sodass Lastwagen und Anhänger quer auf der Fahrbahn liegen blieben. Dabei wurde der Autofahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Er starb an seinen Verletzungen. Zudem kollidierte der Lastwagen mit dem Auto eines 32-Jährigen. Der Unfallverursacher und der 32-Jährige wurden leicht verletzt. Etwa anderthalb Stunden später kam es infolge des entstandenen Rückstaus zu einem zweiten Unfall: Zwischen den Anschlussstellen Groß Ippener und dem Dreieck Stuhr übersah der Fahrer eines Tiertransporters ebenfalls das Stau-Ende: Er fuhr auf einen bremsenden Transporter auf. Dabei wurde der Transporter auf einen weiteren Sattelzug geschoben und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Der Tiertransporter kippte infolge des Zusammenstoßes um und blockierte die Fahrbahn in Richtung Hamburg. Beide Fahrer wurden leicht verletzt. Die im Tiertransporter befindlichen Tiere konnten umgeladen werden, zwei Rinder verendeten jedoch an der Unfallstelle. Der durch den Unfall entstandene Schaden wird auf rund 45.000 Euro geschätzt. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich wegen einer Baustelle vor Ort schwierig. Die Vollsperrung wurde zeitweise bis Groß Ippener ausgeweitet, gilt inzwischen aber nur noch ab dem Dreieck Stuhr Richtung Hamburg. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenTiertransporter übersieht ebenfalls Stauende