Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember gibt es im niedersächsischen Regionalverkehr zahlreiche Änderungen – Verbesserungen auf einigen Strecken, aber auch Einschränkungen. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) kritisiert vor allem: Zusätzliche Fernzüge in Hamburg würden mehrere wichtige Pendlerfahrten verdrängen.
Der Fernverkehr verdrängt den Nahverkehr
Vier Regionalzüge der Linie RB 31 können demnach künftig nicht mehr am Hamburger Hauptbahnhof starten, sondern erst in Hamburg-Harburg. Grund seien neue Fernverkehrsangebote, die Bahnsteigkapazitäten blockierten. LNVG-Geschäftsführerin Carmen Schwabl sagte, Bahnsteige würden von neuen Fernzügen «besetzt» und «bewährte Regionalzüge bleiben dafür wortwörtlich auf der Strecke». Das schade dem regionalen Bahnverkehr.
Nach den Regeln des bundeseigenen und für die Eisenbahninfrastruktur zuständigen Unternehmens DB InfraGO haben Fernzüge fast immer Vorrang vor dem Nahverkehr. Schwabl mahnte, dies dürfe nicht dazu führen, dass Nahverkehr verdrängt werde, damit mehr gewinnbringende Fernzüge fahren. Der Bund müsse rasch für «faire Regeln» sorgen. Pendler seien auf diese Verbindungen angewiesen.