Niedersachsens Landesregierung plant eine Straßenbau-Offensive: Bis zu 170 Millionen Euro sollen in diesem Jahr in Straßen, Brücken und Radwege investiert werden. Das kündigte Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne an. Dem SPD-Politiker zufolge ist das ein Höchststand.
«Wir werden mit vielen Baustellen leben – und genau das ist ein gutes Zeichen», sagte Tonne, denn die Baustellen stünden für Fortschritt. «Gute Straßen und sichere Brücken sind das Fundament für Wohlstand, Arbeitsplätze und Lebensqualität in einem Flächenland wie Niedersachsen.»
So verteilen sich die geplanten Investitionen:
- Straßenbau: Für rund 95 Millionen Euro soll die Substanz der Landesstraßen auf rund 200 Kilometern verbessert und der Sanierungsstau so abgebaut werden.
- Brückenbau: Rund 45 Millionen Euro sind für acht Brücken-Großprojekte geplant, darunter sind drei Ersatzneubauten: die Allerbrücke Hodenhagen (Landkreis Heidekreis), die Okerbrücke bei Groß Schwülper (Landkreis Gifhorn) und die Brücke über die Lapau bei Bahrdorf (Landkreis Helmstedt).
- Radwege: Mehr als 26 Millionen Euro sollen in die Erneuerung von Radwegen fließen.
Finanziert wird das Bauprogramm mit 115 Millionen Euro aus dem Kernhaushalt des Landes sowie mit 45 Millionen Euro aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes. Hinzu kommt eine Reserve von weiteren 10 Millionen Euro.
Tonne will Tempo machen
Insgesamt umfasst Niedersachsens Netz an Landesstraßen eine Länge von rund 8.000 Kilometern. Davon sollen binnen sieben Jahren etwa 2.000 bis 3.000 Kilometer modernisiert werden.
Die Umsetzung der diesjährigen Projekte soll im Frühjahr beginnen. Bereits in diesem Sommer soll dann auch das Bauprogramm für 2027 vorgestellt werden. «Wir sanieren schneller, planen klüger und investieren so viel wie nie zuvor», versprach Verkehrsminister Tonne.
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