Könnte es in Zukunft wieder Bergbau in Südniedersachsen geben? Ein Unternehmen aus Großbritannien möchte das herausfinden und untersucht die Region, wie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie mitteilte. Demnach startet derzeit von Hildesheim ein Messflugzeug mit einem Georadar, um nach Vorkommen von Kupfer, Blei, Gold oder Silber im Untergrund zu suchen.
Die Firma Anglo American Exploration Germany hat sich dazu das westliche Harzvorland vorgenommen. Konkret geht es um das sogenannte Leine-Kupfer-Feld, das südlich von Salzgitter und Hildesheim sowie nördlich von Göttingen unter anderem Einbeck, Seesen und Herzberg am Harz umfasst. Die Fläche ist fast 2.000 Quadratkilometer groß - das entspricht in etwa der Fläche von Mauritius. Die Genehmigung für die Untersuchungen hatte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie bereits Anfang 2024 erteilt.
Sollte das Unternehmen ausreichende Rohstoffe-Vorkommen für einen wirtschaftlichen Abbau der Erze finden, wäre eine weitere Bewilligung notwendig, sagte ein Sprecher des Landesamtes. Vorbehaltlich der Entscheidung und etwaiger Einwände etwa von Verbänden könnte der Bergbau dann nach Südniedersachsen zurückkehren. Für den Abbau der Ressourcen wäre demnach die Errichtung eines neuen Bergwerkes denkbar.