Die Genehmigung für den umstrittenen Abschuss eines Wolfes in der Region Hannover ist nach Ansicht des Umweltministeriums weiterhin gültig. Ein Sprecher des Ministeriums sagte am Freitag, das Verwaltungsgericht Oldenburg habe am Donnerstag einen Eilantrag der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. auf Aussetzung der Ausnahmegenehmigung zur Entnahme eines Wolfes in der Region Hannover vorläufig zurückgewiesen.
Die Antragsstellerin habe dagegen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingelegt. Darüber sei bisher nicht entschieden worden. «Die Genehmigung zum Abschuss ist damit weiterhin umsetzbar», sagte der Sprecher. Zuvor hatte die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» online berichtet.
Am vergangenen Wochenende war in der Region Hannover ein Rind gerissen worden. Daraufhin ließ das zuständige Umweltministerium erstmals den Abschuss eines Wolfes nach einem neuen Schnellverfahren zu. Dies stieß auf Kritik von Umwelt- und Wolfsschützern. Der Vorsitzende des Naturschutzbundes Niedersachsen, Holger Buschmann, sagte der Zeitung, die beiden vom Ministerium selbst festgelegten Voraussetzungen seien seinem Kenntnisstand nach nicht gegeben.