Tierschützer kritisieren die von der Landesregierung vorgelegten Eckpunkte für eine Reform des niedersächsischen Jagdgesetzes. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes und dem dazugehörigen Landestierschutzverband Niedersachsen ist der Tierschutz unzureichend. «In der finalen Verfassung des Eckpunktepapiers wurden alle tierschutzrelevanten Punkte verwässert. Selbst der Abschuss von freilebenden Katzen bleibt erlaubt», sagte der Leiter des Wildtierreferats beim Deutschen Tierschutzbund, James Brückner, in einer Mitteilung. Das Papier sei eine Enttäuschung.
Die Tierschützer kritisieren unter anderem, dass nach dem Eckpunktepapier weiterhin der Abschuss von Katzen erlaubt sein soll. In einem der ersten Entwürfe sei noch ein Abschussverbot von Katzen ebenso wie für Hunde vorgesehen gewesen, teilte der Tierschutzbund mit.
Streit gibt es auch um die Frage, ob die Ausbildung von Jagdhunden mit lebenden Tieren wie Füchsen oder Enten erlaubt bleiben soll oder verboten wird. Die Landesjägerschaft ist für die bestehende Regelung. Laut dem Tierschutzbund sei eigentlich ein Verbot angedacht gewesen, das Eckpunktepapier sehe nun aber weiterhin die Ausbildung von Jagdhunden etwa in Schwarzwildgattern vor.