Anlässlich des Streiks der Lokführergewerkschaft GDL bei der Deutschen Bahn erwarten private Bahngesellschaften in Niedersachsen und Bremen mehr Fahrgäste als üblich. Das hat eine Abfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben. Im Personenverkehr hat der Streik am frühen Dienstagmorgen begonnen, wie die Deutsche Bahn bestätigte. Züge privater Unternehmen in Niedersachsen sollen dagegen fahren.
Insbesondere morgens und nachmittags, wenn Arbeitnehmer pendeln, seien während der Streiks in den Zügen mehr Fahrgäste unterwegs, sagte der Sprecher des Anbieters Erixx aus Celle. Den Effekt gebe es auf typischen Fernverkehrsstrecken, nicht auf kurzen Verbindungen. Erixx gehört wie Enno und Metronom mehrheitlich zu dem Verkehrsunternehmen Netinera - und bedient beispielsweise die Strecke Uelzen-Braunschweig.
Der Anbieter Metronom betreibt unter anderem die Strecke Bremen-Hamburg, auf der sonst regelmäßig Fernverkehrszüge unterwegs sind. Nach dem Streik gefragt, sagt der Sprecher des Unternehmens aus Uelzen: «Die Fahrgäste steigen dann tatsächlich um in den Metronom.» Auch auf der Strecke Hamburg-Hannover-Göttingen gebe es mehr Reisende. Er schätzt, dass in den Zügen zwischen 20 und 30 Prozent mehr Fahrgäste unterwegs seien.