Der Stahlhersteller Salzgitter will weiterhin unter bestimmten Bedingungen das Gemeinschafts-Stahlunternehmen HKM in Duisburg allein weiterführen. Salzgitter-Chef Gunnar Groebler nannte in einem Interview der «WAZ» erstmals Einzelheiten seiner Pläne für die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM), die in Duisburg rund 3.000 Menschen beschäftigen.
HKM gehört den Stahlunternehmen Thyssenkrupp (50 Prozent), Salzgitter und Vallourec (20 Prozent). HKM produziert mit zwei Hochöfen Vorprodukte für die Eigentümer. Thyssenkrupp und Vallourec wollen sich aus dem Unternehmen zurückziehen.
«Wir können uns vorstellen, die Hütte in einem kleineren Umfang weiterzuführen», sagte Groebler der «WAZ». Derzeit habe HKM eine jährliche Kapazität von rund 4,2 Millionen Tonnen. «Aus unserer Sicht ist es möglich, die beiden Hochöfen durch einen Elektrolichtbogenofen zu ersetzen, der eine Kapazität von zwei bis 2,5 Millionen Tonnen hätte. Damit bekäme HKM eine Perspektive.»