Die Zahl der Bankfilialen in Niedersachsen geht zurück. Anfang des Jahres gab es laut Sparkassenverband Niedersachsen landesweit noch 628 Sparkassen-Filialen mit Mitarbeitern. Vor fünf Jahren seien es 160 mehr gewesen. Die Kundinnen und Kunden erledigten immer mehr Bankangelegenheiten online und nicht mehr vor Ort in den Filialen. «Die Nachfrage nach Digitalisierungsangeboten nimmt stetig zu», sagte der Sprecher des Sparkassenverbands Niedersachsen, Michael Schier. An dieses Verhalten passe sich das Filialnetz an.
Eine ähnliche Entwicklung gibt es bei den Genossenschaftsbanken. 2018 betrieben die 37 Volks- und Raiffeisenbanken des Genoverbands in Niedersachsen und Bremen 641 Standorte mit Mitarbeitern, wie es vom Verband hieß. Ende des vergangenen Jahres waren es noch 437, fast ein Drittel weniger. «Durch Corona haben sich die Kundinnen und Kunden noch schneller als erwartet den Onlinekanälen genähert», sagte der Sprecher des Genoverbands, Volker Hetterich. Einfache Bankgeschäfte wie Überweisungen erledigten viele via App oder am Computer.