Winter werden immer nasser, Sommer immer trockener - der regenreichste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Niedersachsen hat diesen Trend nach Auffassung eines Landesamtes bestätigt. Mit Blick auf die Grundwasserspeicher und den Sommer seien die Winter-Niederschläge erst einmal eine gute Nachricht, teilte das Landesamt am Donnerstag mit. Generell habe die Entwicklung zu mehr Wetterextremen in Sommer und Winter aber auch negative Folgen.
Die Grundwasserspeicher hätten durch den vielen Niederschlag um den Jahreswechsel, als es in einigen Regionen des Bundeslandes zu Hochwassern kam, lokal Höchststände erreicht. Dass sich die stark zurückgegangenen Grundwassermengen derart schnell erholen konnten, sei nicht unbedingt zu erwarten gewesen, sagte Grundwasserexperte Axel Lietzow vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie. Bei durchschnittlichen Bedingungen hätte dies Jahre statt Monate gedauert.
Auch der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz hatte vor Kurzem mitgeteilt, dass die Grundwasserlage flächendeckend gut sei. Der Regen sei dafür auch zur richtigen Zeit gefallen, denn im Winter bilde sich Grundwasser leichter neu. Weil Pflanzen zu dieser Jahreszeit weniger Wasser brauchen und auch weniger Wasser verdunstet, könnten größere Wassermengen im Boden versickern, erklärte Hydrogeologin Gabriele Ertl.