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Parchim befürwortet Nutzung des stillgelegten Flughafens durch Bundesmarine

Ob der Flughafenplatz in Parchim künftig von der Bundesmarine genutzt wird, ist offen. (Archivbild) / Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB
Ob der Flughafenplatz in Parchim künftig von der Bundesmarine genutzt wird, ist offen. (Archivbild) / Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB

Stadtvertretung und Verwaltung in Parchim befürworten die mögliche Nutzung des stillgelegten Flughafens Schwerin-Parchim durch die Deutsche Marine; nächste Schritte bei der Marine.

Angesichts einer möglichen Nutzung des stillgelegten Flughafens Schwerin-Parchim im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns durch die Bundesmarine hat die Stadt Parchim grünes Licht gegeben. In einer Sitzung am Mittwochabend habe sich die Stadtvertretung positiv zu den Plänen positioniert, teilte ein Sprecher der Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) auf Anfrage mit. Die Stadtverwaltung habe sich ebenfalls positiv positioniert. Damit sei eine Voraussetzung erfüllt, auf die die Deutsche Marine der Bundeswehr bestanden habe. Die Positionierung werde nun weitergegeben, die nächsten Schritte lägen bei der Marine. Zuvor hatte der NDR berichtet.

Das Bundesverteidigungsministerium äußerte sich auf Nachfrage nicht zum aktuellen Stand der laufenden Prüfungs- und Entscheidungsprozesse. Vor einigen Wochen hatte die Marine ihr Interesse am stillgelegten Flughafen signalisiert. Ende Januar hatten nach Angaben der Stadt Parchim Gespräche mit Vertretern der Marine stattgefunden. 

Reservisten der Bundeswehr in MV erfreut

Die Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern im Reservistenverband der Bundeswehr begrüßte die Unterstützung der Stadtvertretung. «Neben der sicherheitspolitischen Relevanz verbindet die Stadt mit einer möglichen Stationierung der Marineflieger auch wirtschaftliche Erwartungen», sagte der Landesvorsitzende und Oberstleutnant Peter Schur laut einer Mitteilung. Dabei gehe es um eine Stärkung der regionalen Infrastruktur sowie neue qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Eine militärische Nutzung sei auch für die Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr in der Region von großer Bedeutung, sagte Schur. «Ein aktiver Standort würde zusätzliche Möglichkeiten für Aus- und Weiterbildungen, Übungen und die Einbindung in regionale Strukturen schaffen.» Damit könne Parchim die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr stärken, das freiwillige Engagement der Reserve fördern und ihre Anbindung an die Truppe verbessern.

Neuer Stützpunkt in Parchim?

Die Marine prüft derzeit neue Standortoptionen in Mecklenburg-Vorpommern, wie das Ministerium kürzlich bestätigt hatte: «Aus dem geplanten Aufwuchs der Streitkräfte ergeben sich neben infrastrukturellen Bedarfen auch neue Standort- und Liegenschaftserfordernisse.» Ob es auch um den Flughafen Parchim geht, hatte das Ministerium nicht angegeben. Laut Bundeswehr sind derzeit alle Flieger der Marine in Nordholz an der Nordseeküste Niedersachsens stationiert.

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