Die Auslastung der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie ist laut Frühjahrsumfrage der Arbeitgeberverbände auf dem tiefsten Stand seit der Corona-Pandemie gefallen. Maschinen und Anlagen waren zuletzt mit 81,4 Prozent ausgelastet, wie der Arbeitgeberverband Nordmetall mitteilte. Die Unternehmen wurden im April befragt.
Am niedrigsten war die Auslastung demnach mit 77,1 Prozent in niedersächsischen Betrieben, am höchsten war sie in Bremen mit 91,4 Prozent.
Die norddeutsche Industrie stecke im vierten Krisenjahr, sagte Nordmetall-Vize-Präsidentin Sonja Neubert. Ein Ende der Rezession sei nicht in Sicht. «Weiter gestiegene Energie- und Materialpreise, steigende Arbeitskosten, die unvermindert schwierige Weltlage und die kaum verbesserten nationalen Rahmenbedingungen lassen wenig Hoffnung aufkeimen.»
An der Frühjahrs-Konjunkturumfrage nahmen den Angaben zufolge 152 Betriebe mit rund 106.400 Beschäftigten teil. Die befragten Firmen sitzen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, im nordwestlichen Niedersachsen und in Bremen.