Niedersachsens Landvolkverband will gegen den Gesetzentwurf der Landesregierung zur Verbesserung der bäuerlichen Agrarstruktur (NASVG) vorgehen. «Das Land hat ein regelrechtes Bürokratiemonster entworfen», sagte Landesvolk-Präsident Holger Hennies in einem Interview der Oldenburger «Nordwest-Zeitung».
Ziel der Gesetzesinitiative ist nach Angaben des Landes die Sicherung und Entwicklung von Familienbetrieben. Außerdem soll steigenden Pacht- und Bodenpreisen entgegengewirkt werden. Das Gesetz solle zudem eigentlich zur Entbürokratisierung und Vereinfachung beitragen, da es Bundesgesetze wie das Grundstückverkehrsgesetz, das Landpachtverkehrsgesetz und das Reichssiedlungsgesetz ersetze, schrieb das Agrarministerium.
Da der Boden immer begehrter werde, wolle die man die bäuerlichen Betriebe unterstützen. «Gerade die Übernahme und die Gründung von Betrieben – und hier speziell der Flächenzugang durch Junglandwirtinnen und Junglandwirte und Existenzgründerinnen und Existenzgründer – wollen wir so erleichtern», sagte Ministerin Miriam Staudte (Grüne).