Der von Niedersachsens Politik und Landwirtschaft angepeilte Ausbau des Öko-Landbaus stockt. Bis 2025 sollen zehn Prozent der Agrarbetriebe nach Öko-Standards arbeiten. So wurde es in einem Schulterschluss von Politik, Branche und Naturschützern im sogenannten «Niedersächsischen Weg» vereinbart und auch im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen festgehalten. Ob die Vorgabe erreicht wird, ist allerdings fraglich, wie die Landesregierung einräumte.
«Die Öko-Branche hat nach dem gesteigerten Absatz in der Corona-Zeit aufgrund des Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Preissteigerungen ein konjunkturelles Tal durchschritten», sagte Agrarministerin Miriam Staudte (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. Inzwischen sei die Stimmung wieder leicht positiv. «Dennoch erscheint es schwer, das für 2025 gesteckte Ziel zu erreichen.» Die Landesregierung wolle ihre Maßnahmen daher ausbauen und auch den Öko-Absatz durch mehr öffentliche Nachfrage ankurbeln.
Nach den jüngsten Zahlen arbeiteten Ende 2022 erst sieben Prozent der rund 2600 landwirtschaftlichen Betriebe in Niedersachsen ökologisch. Der Öko-Anteil an den Agrarflächen lag bei sechs Prozent. Neue Werte werden Mitte dieses Jahres veröffentlicht.