Niedersachsen und Bremen schließen PHP-Sicherheitslücke – Landesseiten teilweise wieder online
Nach dem vorsorglichen Abschalten von Webseiten wegen einer weltweiten gravierenden Sicherheitslücke arbeiten Behörden an einer Lösung. Das niedersächsische Innenministerium in Hannover teilte mit, der Landesdienstleister IT.Niedersachsen habe begonnen, Sicherheitslücken durch das Einspielen der inzwischen verfügbaren Sicherheitsupdates zu schließen. Doch die Arbeiten sind nach Angaben des Innenministeriums umfangreich. «Die Sicherheitsupdates einzuspielen und zu installieren ist aufwendig, da verschiedene Fachanwendungen im Einsatz sind», teilte ein Sprecher am Mittag mit. Zunächst war das Ministerium davon ausgegangen, dass die landeseigenen Webseiten schrittweise bereits im Laufe des Vormittags wieder in den Normalbetrieb gehen könnten. Inzwischen sind einige Webseiten wie etwa www.niedersachsen.de wieder erreichbar. Doch bis alle Systeme zurück ans Netz gegangen sind, könne es gegebenenfalls bis Freitag dauern, hieß es. In Bremen sind vorübergehend abgeschaltete Webseiten nach Angaben des Finanzressorts inzwischen wieder online. Auch dort wurden Sicherheitsupdates eingespielt. «Der Vorfall zeigt, dass die etablierten Sicherheitsmechanismen greifen und durch konsequentes Handeln Risiken minimiert sowie die Verfügbarkeit der digitalen Angebote innerhalb weniger Stunden wiederhergestellt werden konnte», teilte das Finanzressort weiter mit. Auch Kreisverwaltungen in Niedersachsen, etwa der Landkreise Cuxhaven, Harburg und Hameln-Pyrmont, nahmen ihre Webseiten aufgrund der Sicherheitslücke am Mittwoch vorsorglich vom Netz. Inzwischen sind etwa die Webseiten dieser drei Kreisverwaltungen wieder erreichbar. Wegen der weltweit gravierenden Sicherheitslücke hatten viele Behörden und Unternehmen ihre Webseiten vorübergehend abgeschaltet. Betroffen von der Sicherheitslücke ist die weit verbreitete Programmiersprache PHP, auf der ein Großteil des gesamten Internets basiert - von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale bis hin zu komplexen Onlineshops und Content-Management-Systemen wie WordPress. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab eine offizielle Cybersicherheitswarnung heraus. Das Land Niedersachsen hatte danach vorbeugend sämtliche Internetseiten des Landes, darunter etwa auch die Webseiten von Ministerien, Landes- und Polizeibehörden, in einen Wartungsmodus geschaltet. «Dies verhindert, dass potenzielle Angreifer die Schwachstelle von außen ausnutzen können», teilte das Innenministerium weiter mit. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenBundesamt gibt Warnung heraus